Reversnadeln, Krawattennadeln und Krawattenklammer

Entstehung

Die ersten Nadeln wurden als Gewandnadel (Fibula) schon in der Bronzezeit getragen. Die Fibeln entstanden dabei aus Sicherheitsnadeln und wurden vielfach aus Gold und Edelmetallen gefertigt. Aus der Fibel entwickelte sich die bis ins 13. Jahrhundert getragene Mantelschließe.

In der Zeit der Renaissance verlor die Gewandnadel immer mehr an Bedeutung. Erst im 17. Jahrhundert wurde sie in Form der Brosche wieder entdeckt. Die Brosche wurde dazu verwendet, die Kleidung zu raffen oder den Kragen zu befestigen. Zugleicht wurde die Brosche aber auch als Schmuckstück getragen.

In der Biedermeierzeit im 19. Jahrhundert wurde schließlich die Krawattennadel modern. Anfänglich wurde sie hauptsächlich als Zubehör für Halsbinden oder Plastrons verwendet. Heutzutage wird die Krawattennadel oder Krawattenklammer zu verschiedenen Zwecken getragen: Als Zierde an der Krawatte, als Anstecknadel am Revers, als Krawattenspangenersatz oder um den Krawattenknoten zu fixieren.



Unterschied zwischen Krawattennadel und Krawattenklammer

Die moderne Krawattenklammer darf nicht mit der klassischen Krawattennadel verwechselt werden. Auch wenn die Begriffe heute vermischt werden, so besteht die klassische Krawattennadel aus einer ca. 5cm langen Nadel mit Zierkopf.
Die Krawattenklammer hingegen ist die heutzutage häufig verwendete Variante, mit welcher die Krawatte am Hemd befestigt wird.



Anwendung der Krawattenklammer und die richtige Höhe

Die Krawattenklammer wird in etwa am Ende des Brustbeins getragen. Mit ihr wird die Krawatte am Hemd festgeklemmt, so dass die Krawatte nicht verrutschen kann. Die optimale Höhe finden Sie, wenn die Krawattenklammer bei geschlossenem Jacket ca. 1cm oberhalb des obersten Jacketknopfes zu sehen ist.